Warum Drehschlagschrauber?

Warum Drehschlagschrauber? | Funktionsweise | Was beachten?

Wer wissen möchte, wie der virtuose Umgang mit einem Drehschlagschrauber funktioniert, sollte sich einfach einmal einen Reifenwechsel in der Formel 1 ansehen. Die Mechaniker schaffen es mittlerweile in unter zwei Sekunden, alle vier Räder zu wechseln. Unfassbar eigentlich, dass Onkel Klaus letztes Mal dafür fast zwei Stunden benötigt hat, um die Sommerreifen an seinem alten Skoda Octavia aufziehen.

Neben dem schnellen Reifenwechsel gibt es aber noch andere (praxisrelevantere) und gute Gründe für die Verwendung eines Drehschlagschraubers. Welche das genau sind, wie diese Maschinen genau funktionieren und welche unterschiedlichen Modelle es gibt, haben wir hier übersichtlich zusammengefasst.

Punkt 1 

Warum brauche ich einen Drehschlagschrauber?

Bei manchen Schrauben gelangt man mit einem Akkuschrauber (auch wenn dieser hochwertig ist und/oder ein Schlagwerk hat) oder mit der eigenen Muskelkraft schnell an seine Grenzen. Das ist vor allem dann der Fall, wenn es darum geht, eingerostete oder zu stark angezogene Schrauben und Muttern wieder zu lösen.

Genau in diesem Fall entfaltet der Drehschlagschrauber, von vielen auch einfach nur als Schlagschrauber bezeichnet, seine große Stärke.  

Ein Drehschlagschrauber wird in der Regel überall dort benötigt, wo ein hohes Drehmoment benötigt wird. Gerade in Kfz-Werkstätten gehört das Geräusch eines Drehschlagschraubers einfach dazu. Die Standard-Anwendung dort ist der Reifenwechsel, aber auch an der Karosserie haben sich oft Muttern hartnäckig festgesetzt, die auf irgendeine Art und Weise wieder gelöst werden müssen. Der Drehschlagschrauber schont in diesen Fällen die Muskelkraft der Arbeiter und beugt der Ermüdung vor.

Die Gründe für den Drehschlagschrauber in der Übersicht:

  • Schnelles Lösen von Schrauben
  • Kräftiges Lösen selbst stark angezogener Schrauben
  • Das Lösen geschieht schonend für das Handgelenk, ohne Rückschlag

Punkt 2

Wie funktioniert ein Drehschlagschrauber?

Ein Drehschlagschrauber arbeitet beim Eindrehen und Ausdrehen von Schrauben durch impulsartige Drehbewegungen. Erzeugt werden diese durch eine sogenannte Überlastkupplung, die aus zwei bündig aufeinanderliegenden Konturscheiben besteht.

Durch die Federkraft werden die beiden Konturscheiben auseinandergedrückt. Das führt dazu, dass der Schraubantrieb stehen bleibt, obwohl der Motor weiterläuft. Nach einer kurzen Drehbewegung rasten die Konturscheiben wieder ein. Dadurch wird kurzfristig eine Schlagenergie mit einem extrem hohen Drehmoment verursacht.

Das so typische Knattern bei der Arbeit mit dem Drehschlagschrauber entsteht durch die Kugeln, die auf den Konturscheiben rollen und dagegen schlagen, sobald sie auf ein Hindernis stoßen. Kommt der Schraubantrieb zum Stehen, geraten die Kugeln in Bewegung und schlagen gegen das Hindernis.

Bei vielen Modellen lässt sich das gewünschte Drehmoment direkt am Gerät einstellen.

Die Gründe und die Handhabung vom Drehschlagschrauber werden im folgenden Video veranschaulicht:

Länge: 5 Minuten

Punkt 3

Welche Arten von Drehschlagschraubern gibt es?

Grundsätzlich kann beim Drehschlagschrauber zwischen zwei unterschiedlichen Antriebsarten unterschieden werden. Die Modelle werden entweder durch Druckluft oder mit einem Elektromotor betrieben.

Bei der Elektrovariante ist es bei aktuellen Modellen in der Regel nicht erforderlich, dass sie ständig mit einer externen Stromquelle verbunden sind. Sie beziehen ihre Energie aus eingebauten Akkus.

Druckluft Schlagschrauber

Bei den Schlagschraubern, die mit Druckluft betrieben werden, handelt es sich eindeutig um die populärere Variante dieses Werkzeugs. Der große Vorteil des Druckluft Schlagschraubers im Gegensatz zu einem Akku Schlagschrauber ist, dass er keinen separaten Motor oder Akku benötigt und deshalb auch wesentlich leichter ist.

Er arbeitet mit einem pneumatisch betriebenen Hammerwerk, welches bei einigen Modellen auch noch mit einem pneumatischen Motor kombiniert wird. Wer die gleichen Arbeitsvorgänge wie zum Beispiel einen Reifenwechsel mehrmals pro Tag durchführt, ist mit einem Druckluft Schlagschrauber richtig beraten.

Genau deshalb kommt der Druckluft Schlagschrauber jedoch vorwiegend in gewerblichen Betrieb zum Einsatz. Ein zusätzlicher Grund dafür ist, dass für den Betrieb auch noch ein Kompressor angeschafft werden muss. Abgesehen davon, dass das zu zusätzlichen Kosten führt, ist der Druckluft Schlagschrauber somit auch immer nur an einem bestimmten Ort einsetzbar.

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Akku Schlagschrauber

Der Akku Schlagschrauber gehört zu den besten Freunden des versierten Hobbyschraubers und Heimwerkers. Der große Vorteil gegenüber dem Druckluft Schlagschrauber ist, dass er keinen zusätzlichen Kompressor zum Betrieb und auch keine dauerhafte Stromversorgung benötigt. Somit kann er überall flexibel eingesetzt werden.

Zum Einsatz kommen die Akku Schlagschrauber jedoch nicht nur im privaten Bereich, sondern sehr häufig beispielsweise auch im Metallbau, damit Gewindeschrauben mit hoher Geschwindigkeit eingedreht und mit einem hohen Drehmoment festgespannt werden können.

Von Heimwerkern wird der Akku Schlagschrauber sehr gerne dazu verwendet, Löcher in Holz oder Metall vorzubohren oder schwergängige Kreuzschlitzschrauben zu lösen. Da die Arbeiten mit dem Drehschlagschrauber meistens nur von kurzer Dauer sind, ist die Leistung des Akkus im Normalfall ausreichend.

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Viele technische Geräte besitzen heute einen eingebauten Akku, über den diese aufgeladen werden können. Immer mehr Werkzeuge arbeiten mit dem mobilen Stromversorger. Doch dabei gibt es einiges zu beachten, was wir Ihnen im Folgenden verraten möchten.

Auch das höhere Gewicht spielt keine Rolle, wenn mit dem Drehschlagschrauber nicht den ganzen Tag gearbeitet, sondern nur einzelne Tätigkeiten durchgeführt werden müssen.

Welche Variante vom Drehschlagschrauber wirst du kaufen?

 

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Video: Was ist besser? Drehschlagschrauber oder Akkuschrauber?

Länge: 12 Minuten

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Punkt 4

Worauf sollte ich beim Kauf eines Drehschlagschraubers achten?

  • Eines der wichtigsten Features von Drehschlagschraubern ist die Möglichkeit, das richtige Drehmoment am Gerät einzustellen. Das führt dazu, dass die Schrauben nicht mit zu viel Leistung angezogen werden und verhindert das gefürchtete „Abreißen“ der Schrauben.
  • In unabhängigen Vergleichstests hat sich gezeigt, dass die No-Name-Geräte in den meisten Fällen mit den Drehschlagschraubern renommierter Hersteller wie etwa Bosch, Makita oder Einhell nicht mithalten können. Die Akkudauer der Billig-Geräte ist oftmals begrenzt und die Lebensdauer des Motors wesentlich geringer. Die höheren Anschaffungskosten der Markengeräte amortisieren sich somit im Normalfall sehr schnell.
  • Ein entscheidendes Kaufkriterium ist darüber hinaus die Werkzeugaufnahme. Es gibt Modelle mit einer Außenvierkant- und einer Innensechskant-Aufnahme. Wer den Akku Schlagschrauber zum Reifen wechseln verwenden möchte, sollte sich für ein Modell mit ½ Zoll-Außenvierkant-Aufnahme entscheiden. Viele Modelle von Bosch sind durch einen 2-in-1-Bit-Halter flexibel und können somit sowohl für ¼ Zoll-Innensechskant als auch für ½ Zoll-Außenvierkant verwendet werden.
  • Manche Drehschlagschrauber sind darüber hinaus mit einem LED-Licht ausgestattet. Das hilft dabei, die erforderlichen Arbeiten auch in einer dunklen Umgebung präzise ausführen zu können.
  • Selbstverständlich sollte auch auf das Drehmoment des Schlagschraubers geachtet werden. Für den privaten Gebrauch ist in der Regel ein Drehmoment von etwa 200 Newtonmeter für so gut wie alle Anwendungsfälle ausreichend. Ein mehr an Drehmoment macht sich meistens auch gleich deutlich im Preis bemerkbar. Es ist aber in diesem Fall nicht notwendig, mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Punkt 5

Was sollte bei der Arbeit mit dem Drehschlagschrauber beachtet werden?

Grundsätzlich gibt es bei der Arbeit mit einem Drehschlagschrauber nicht viel zu beachten. Wer jedoch als Heimwerker sonst nur mit einem normalen Akkuschrauber arbeitet, sollte berücksichtigen, dass der Drehschlagschrauber wesentlich mehr Power hat.

Vorsicht ist also angebracht und besonderer Bedeutung kommt hier der Einstellung des Drehmoments zu, denn dadurch lässt sich die Leistung des Drehschlagschraubers begrenzen. Das ist vor allem bei der Arbeit mit weichen Materialien wie beispielsweise Holz wichtig, damit die Schraube nicht zu tief einsinkt.

Der Drehschlagschrauber sollte generell nicht als Allround-Werkzeug missverstanden werden. Er ist der Special Agent, der vor allem für das Lösen von sehr festsitzenden Muttern wie zum Beispiel bei Autoreifen oder für das besonders feste Anziehen von Schrauben und Muttern geeignet ist. Er soll den Akkuschrauber im Heimwerker-Bereich nicht ersetzen, sondern lediglich ergänzen.

Punkt 6

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