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Garten vorbereiten im Januar: Das können Sie bereits jetzt in Ihrem Garten machen

Als Gartenbesitzer können Sie es sicher kaum abwarten, bis die Saison wieder beginnt. Obwohl der Januar noch recht früh ist, gibt es dennoch einige Gemüsesamen, die jetzt ausgesät werden können. Das klassische Wintergemüse ist eine willkommene Abwechslung und enthält dazu reichlich Vitalstoffe für ein gesundes Leben.

Kurz vorab:

Sind Sie bereits im Januar im Garten aktiv?

 

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Punkt 1

Clevere Gärtner nutzen jede Möglichkeit ...

... um sich im Garten zu betätigen. Denn es ist auch kein Geheimnis, dass die Vorbereitung und Pflege der Beete auch für Wohlbefinden sorgt. So möchten Sie sicher auch die Kraft der Natur nutzen, wenn es um den Anbau von eigenem Gemüse geht. Mit dem Gewächshaus verlängert die Gartensaison und ermöglichen einen frühzeitigen Anbau bzw. vorgezogenen Termin für die Aussaat von Gemüse.

Um Salate schneefrei zu halten, sollten Sie die Beete mit Reisig oder Folie abdecken.

Punkt 2

Gemüse, das sich zur Aussaat im Januar im Gewächshaus eignet

Wenn Sie im Januar bereits mit der Aussaat beginnen wollen, stechen zwei Gemüsesorten hervor. Das ist die Aubergine und die Chili bzw. Peperoni. Auberginen haben eine relativ lange Entwicklungszeit und müssen daher frühzeitig ausgesät werden. Gleichzeitig benötigen sie zur Keimung unbedingt Wärme. Ideal ist hier ein kleines Frühbeet oder ein Gewächshaus zum Anlehnen an der Hauswand, zum Beispiel wie die von Wama Direkt: www.wamadirekt.de/anlehn-gewaechshaus-wama/.

Je nach Lage bietet es sich an, die Morgensonne sinnvoll zu nutzen, um ausreichende Temperaturen im Gewächshaus zu erzielen. Die Aussaat der Auberginen sollte spätestens im Januar abgeschlossen sein. Dann können Sie sich auf die Ernte im Juli bis August freuen. Rechnen Sie mit einer Keimzeit von zwei bis vier Wochen. Insofern erklärt sich der recht frühe Aussaattermin im Januar. 

Im Gewächshaus herrschen ideale Bedingungen für die Aufzucht von Jungpflanzen

Freuen Sie sich also mit den Auberginen auf köstlich mediterrane Gerichte. Dieses Gemüse enthält viel Ballaststoffe, sättigt angenehm und lässt sich vielseitig verwenden. Die Aubergine lässt sich gut würzen, so auch mit frischer Peperoni oder Chili – die nächste Gemüsesorte für die Aussaat im Januar.

Es gibt unzählige Chili- und Peperonisorten, die im Garten angebaut werden können. Von mild bis zu extrem scharf ist alles möglich. Peperoni eignet sich für feuriges Gulasch oder zum Einlegen. Auch das Trocknen der Chili ist denkbar, so können Sie Ihre eigenen Würzmischungen herstellen und erfreuen sich am guten Geschmack auch im Winter. In diesem Zusammenhang sollte natürlich auch die Paprika genannt werden. Ein hervorragendes Trio, die Aubergine, Chili und Paprika. In der Entwicklungsphase entwickeln sie hübsche, weiße Blüten, die einen wundervollen Kontrast zu den tiefdunkelgrünen Blättern bilden. Auch Chili und Paprika bevorzugen frühe Aussaattermine. Je früher, umso besser. 

Zwischen diesen wunderbaren Gemüsesorten dürfen jedoch auch ein paar Blumen heranwachsen. Lassen Sie sich vom hübschen, gelben Islandmohn verführen! Mit feinem Sand bzw. guter Anzuchterde keimt die Saat bei ca. zwölf Grad. Genau richtig für konstante Temperaturen im Gewächshaus. Der Islandmohn keimt sogar im ungeheizten Gewächshaus, was Ihnen erlaubt, den vorhandenen Platz optimal auszunutzen. 

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Eine Ebene für Winterspinat

  • Winterspinat schmeckt wunderbar, wenn er frisch gepflückt und zubereitet wird. Es bietet sich also an, immer eine Ebene für Spinat freizuhalten. Der Vorteil einiger Spinatsorten ist, dass er ständig nachwächst und selbst bei eisigen Temperaturen wächst. Wichtig ist, dass Sie hier immer einen winterharten Spinat aussäen. Die letzte Aussaat sollte allerdings im Oktober erfolgen, nicht im Januar ;-)
  • Zudem haben im Januar weiterhin Grünkohl, Rosenkohl und Feldsalat ihre Saison. Ist der Winter nämlich mild, muss man manchmal bis in den Januar hinein warten, bis Grünkohl und Rosenkohl genug Kälte abbekommen haben, damit sie gut schmecken und geerntet werden dürfen.
  • Wer seine Kräuter mit Tannenzweigen und/oder einem Vlies vor der Kälte geschützt hat, kann jetzt noch Petersilie, Löffelkraut und Winterportulak ernten.
  • Falls es wieder ein milder Januar ist, können noch Winterheckzwiebeln geerntet werden.

Mehr zur Aussaat im Gewächshaus im Wandel der Jahreszeiten findet sich im folgenden Artikel:

Gemüse anbauen im Gewächshaus

Gemüse anbauen im Gewächshaus

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Gemüse anbauen im Gewächshaus – das ganze Jahr bepflanzen

Die Bedeutung gesunder Ernährung ist unbestritten. Viele Menschen möchten ihr Gemüse deshalb selbst anbauen. Im eigenen Gewächshaus können Salate, Tomaten, Kräuter und viele weitere Gemüsesorten früher gesät und länger geerntet werden. Wir listen auf, wann welche Pflanze im Gewächshaus gesät, gepflanzt und geerntet werden kann.

Punkt 3

Bäume und Sträucher beschneiden

Manche (harte) Bäume und Sträucher können Sie im Januar beschneiden, wenn dieser nicht zu kalt ist. Beispiele sind:

  • Haselnuss
    Haselnusssträucher sollten nicht zu dicht sein, lichtdurchlässig bleiben. Darum sollte ein Strauch nicht mehr als sechs bis acht Haupttriebe haben. Schneiden Sie darum überflüssige alte Zweige und lästige Bodentriebe ab, möglichst vor der Blütezeit im Februar.
  • Weide
  • Holunder
  • Falscher Jasmin
  • Schlehe
  • Forsythie
  • (Zier-)johannisbeere
    Schneiden Sie alte Ruten bodennah ab, so dass frische Triebe wachsen können.
  • Stachelbeere
    Schneiden Sie alte Ruten bodennah ab, so dass frische Triebe wachsen können.
  • Deutzie
  • Weigelie

Wenn Sie im Januar schneiden möchten, sollten Sie sich speziell für die eigene Art im Garten erkundigen. Eines gilt aber für alle Schneidungen im Januar:

Der Beschnitt sollte an einem frostfreien Tag erfolgen.

Ansonsten besteht die Gefahr, dass die gefrorene Schnittstelle splittert und dadurch langsamer (wenn überhaupt) heilt.

Zur Freude der Wildtiere

Tipp: Abgeschnittenes Gehölz können Sie so platzieren, dass sich die Tiere des Waldes daran laben können. Vor allem Hasen und Rehe lieben frische Zweige. Zudem wird verhindert, dass sich die Tiere den eigentlichen Sträuchern und Bäumchen zuwenden.

Auch ältere Obstbäume können Sie bei milder Witterung bereits im Januar auslichten, indem sie kaputte bzw. schwächliche Zweige abschneiden. Das verjüngt den Baum, hält ihn gesund und lässt die Ernte anschwellen.

Wenn Sie größere Äste abschneiden, sollten Sie die Schnittfläche mit Wundbalsam verschließen. Ansonsten nisten sich leicht Infektionen an diesen Stellen ein.

Punkt 4

Pflanzungen bei frostfreiem Boden

Wer mag, kann im Januar winterblühende Gehölze pflanzen. Dazu gehören

  • Winterjasmin
  • Glockenhansel
  • Chinesische Winterblüte

Diese treiben und blühen auch im Winter, wenn sich der Frost zurückhält. Allerdings sollte der Boden für die Pflanzung frostfrei sein.

 Punkt 5

Den Pflanzen die Schneelast erleichtern

Wenn es im Januar stark geschneit hat, sollten Sie die Gewächse im Garten von der gröbsten Schneelast beseitigen. Hierfür reicht oft ein kräftiges Schütteln. Ansonsten können diese unter der Belastung brechen. Aber Vorsicht: Unter Bäumen droht dann auch die Gefahr des Astbruchs.

Tipp: Wenn Ihr Rasen im Januar von Blättern berieselt wird, sollten Sie diese stets zeitnah entfernen. Ansonsten besteht die Gefahr der Verfaulung von Laub und damit auch dem Rasen.

Punkt 6

Wühlmäuse bekämpfen

Im Winter ist das Nahrungsangebot für Wühlmäuse knapp. Sie werden darum etwas unvorsichtig und gehen dadurch leichter in die Falle. Als Köder empfehlen sich Apfel, Sellerie, Möhren oder Löwenzahnwurzeln. 

Punkt 7

Die Winterzeit für Planung und Saatkauf nutzen

Die kalte Zeit im Januar können Sie sich mit dem Stöbern Katalogen von Saatgut und Pflanzen versüßen. Ja, Sie sollten sogar erste Bestellungen tätigen. Beispielsweise für Saatkartoffeln. Erfahrungsgemäß wird die Auswahl nämlich schon ab Februar/März knapp, einige Sorten sind dann bereits ausverkauft. Aber auch bei Blumen und Gemüsesorten ist die Auswahl im Januar noch deutlich größter als im Frühjahr.

Punkt 8

Stecklinge züchten

Im Januar können Sie Stecklinge von Sträuchern wie Jasmin, Holunder oder Forsythien schneiden und einpflanzen.

  1. Nutzen Sie hierfür kräftige, möglichst einjährige Triebe der Sträucher.
  2. Sie können diese Äste mit der Gartenschere in 15 Zentimeter lange Stecklinge aufteilen. Wichtig: Jeder Steckling muss oben und unten eine Knospe bzw. ein Knospenpaar haben.
  3. Stecken Sie den Steckling in lockere Erde, die Sie regelmäßig gießen. Nutzen Sie hierfür einen schattigen Platz im Haus.
  4. Wenn die Stecklinge ausgetrieben sind, können Sie diese im Frühjahr draußen einpflanzen.

Punkt 9

Kaltkeimer säen

Kaltkeimer sind Blumen, die zum Keimen Kältereize brauchen. Beispiele sind Eisenhut, Frauenmantel und Veilchen. Säen Sie deren Samen in Schalen mit einer dünnen Schicht sandiger Erde und gießen Sie diese gut an. Die Schalen stellen Sie an einen geschützten Platz im Garten. Im März/April können Sie die kleinen Pflanzen dann auspflanzen.

Punkt 9

Videotipps zum Garten vorbereiten im Januar

Punkt 9

Bücher zum Garten im Winter

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