Massivholz nachhaltig?

Massivholz – nachhaltig auch im Wohnbereich?

Das Thema Nachhaltigkeit ist in den vergangenen Jahren für viele in Deutschland Lebende zunehmend wichtig geworden. Von vielen Firmen aufgegriffen und doch nur als Greenwashing verwenden ist es kaum noch zu erkennen, wer sich tatsächlich nachhaltig verhält. Hinzu kommt, dass die Bandbreite an Möglichkeiten sein Leben nachhaltiger zu gestalten enorm ist. Dabei muss jeder für sich persönlich den richtigen Weg finden und schauen, wo möglichst viel Reduktion, mit dem möglichst kleinsten Einfluss auf den Alltag stattfinden kann.

Wie nachhaltig ist der Einsatz von Massivholz im Wohnbereich? ► Definition Nachhaltigkeit ► nachhaltiger Möbelbau ► nachhaltige Eigenschaften von Holz ► Massivholz-FAQ

Punkt 1

1. Nachhaltigkeit – eine Einführung

Nachhaltigkeit beginnt nicht mit dem Pflanzen von Bäumen. Nachhaltigkeit beginnt auch nicht mit dem CO₂ Ausgleich eines Fluges. Denn idealerweise beginnt Nachhaltigkeit mit dem Verzicht.

Dabei gibt es zwei Grundpfeiler, in welche Nachhaltigkeit aufgeteilt werden kann:

  1. Ressourcenschonend
  2. CO₂ vermeidend

Diese zwei Disziplinen in Bezug auf Nachhaltigkeit stellen das Grundgerüst für ein langfristig nachhaltiges Leben dar. Und beide Punkte können mit dem Verzicht erreicht werden.

Doch ist Verzicht keine Lösung für eine funktionierende Wirtschaft und für viele auch nicht für ein erfülltes Leben. Viele können oder wollen nicht verschlissene und aus der Mode gekommene Möbelstücke in unserem Wohnraum haben.

Aus diesem Grund müssen wir uns genaustens überlegen, für welchen Rohstoff wir uns bei Möbelstücken entscheiden.

Punkt 2

2. Massivholz in Möbeln

Massivholz bietet eine der besten Möglichkeiten ein nachhaltiges Möbelstück zu kaufen. Das hat mehrere Gründe, die im Folgenden aufgeführt werden:

  • Bäume filtern innerhalb ihrer Lebensdauer CO₂ aus der Luft. Anschließend wird das CO₂ im Holz der Möbelstücke gespeichert. Somit ist das verwendete Material nicht nur umweltfreundlich, sondern sogar klima-positiv. Nahezu kein Rohstoff kann diese Eigenschaft vorweisen.
  • Massivholz Möbel sind außergewöhnlich langlebig. Während die Halbwertszeit eines Sperrholz-Teils manchmal unglaublich kurz ist und bei einem Umzug gerne schnell die Hälfte der Möbelstücke im Müll landet, sieht es bei Massivholz Möbeln ganz anders aus.
    Ein Esstisch kann beispielsweise nach vielen Jahren der Benutzung abgeschliffen und wieder mit natürlichem Öl behandelt werden. Das Ergebnis ist ein Esstisch, der wieder aussieht wie am ersten Tag. Wenn die Herstellung hochwertig erfolgt ist, so kann ein Esstisch gerne halbes Jahrhundert oder sogar deutlich länger bestehen.
  • Möbel aus Massivholz sind zeitlos. Wer selbst Möbel aus Massivholz besitzt, kennt dieses Phänomen. Denn selbst nach mehreren Jahren und Jahrzehnten ist das Möbelstück stets aktuell und kann sich von Bekannten und Freunden sehen lassen. Wer sich also für die Klassiker wie Eiche und Buche entscheidet hat ein zeitloses Möbelstück, an welchem man sich nicht satt sieht.
  • Es ist ein nachwachsender Rohstoff. Viele Waldbesitzer und Holzproduzenten achten heute darauf, dass maximal so viele Bäume entnommen werden, wie zur selben Zeit gepflanzt werden. Das garantiert einen fortlaufenden Kreislauf, genau dies ist eine Anforderung von Nachhaltigkeit.

Punkt 3

3. Ressourcenschonende Eigenschaften von Massivholz bei Möbelstücken

Wie bereits im Vorfeld aufgezählt ist einer der Hauptaspekte von Nachhaltigkeit die Ressourcenschonende Eigenschaft des Materials. Und wir haben bereits aufgezählt, dass Massivholz grundsätzlich in deinem Erscheinungsbild bereits umweltfreundlich ist. Doch ist Massivholz auch ressourcenschonend?

Kurz und knapp: Ja!

Denn wenn ein Möbelstück anschließend länger in Benutzung ist, so werden automatisch Ressourcen geschont. Mit jedem Jahr, welches ein Esstisch länger in der Küche oder dem Esszimmer steht, ist ein weiteres Jahr vergangen, in dem keine weiteren Ressourcen für einen Esstisch verwendet wurden.

Doch nicht alles glänzt, ist Gold. Denn für einen wertigen Massivholz Esstisch können gut über 100 KG Holz oder sogar deutlich mehr benötigt werden. So ist der Materialverbrauch bei der Herstellung überdurchschnittlich hoch, was dann kein Problem darstellt, wenn nachhaltig in der Forstwirtschaft gehandelt wurde.

Hinzu kommt, dass Massivholz zumeist einen langen Zeitraum sowie viel Platz zum Wachsen benötigt.

Es verhält sich also ähnlich wie mit jedem begrenzten Rohstoff: Möchten alle plötzlich nachhaltiges Massivholz haben, wird es knapp. Jedoch können wir – Stand heute – noch deutlich mehr Massivholz aus nachhaltiger Forstwirtschaft gebrauchen.

3.1. CO₂ vermeiden – Konsum, aber mit Fingerspitzengefühl

Viele propagieren heute den vollkommenen Verzicht und auf der anderen Seite heißt es wiederum, dass bis zum Umfallen konsumiert werden kann, wenn nur die gekauften Güter CO₂-neutral hergestellt werden.

Auch in diesem Fall ist die goldene Mitte der vielleicht sinnvollste Weg. Wir vermeiden CO₂ wunderbar, indem wir auf den Kauf von Gütern verzichten, jedoch können und wollen wir uns nicht nur einschränken.

Nochmal: Massivholz hat zwei wunderbare Eigenschaften. Zum einen ist es CO₂-positiv oder zumindest CO₂-neutral und zum anderen kann durch die Langlebigkeit der Produkte langfristig der Neukauf vermieden werden und die Freude an dem langlebigen Möbelstück wird durch seine neuen Charakterzüge umso größer.

3.2. Massivholz im Einsatz für Wohnmöbel

Bereits seit mehreren tausend Jahren wird Massivholz für Möbelstücke verwendet. Und das aus gutem Grund. Abseits seiner Nachhaltigkeit gibt es viele weitere Aspekte, die Massivholz ideal als Werkstoff zum Bau von Massivholz Möbeln macht. Die langsam gewachsenen Strukturen lassen es zu einem festen Werkstoff werden, welcher sich dennoch bearbeiten lässt.

Besonders heutzutage, wo die Nachhaltigkeit immer mehr Einzug in unsere Leben erhält, sollten wir darüber nachdenken unsere Möbelstücke aus einem regenerativen Rohstoff zu bauen. Dabei sollte jeder für sich selbst entscheiden, ob er sich für Massivholz oder einen anderen Rohstoff als Basis entscheidet.

Denn an dieser Stelle sollte erwähnt werden, dass Massivholzmöbel kein Allheilmittel sind. Es wird von vielen Unternehmen nach weiteren Werkstoffen geforscht, die ähnliche Eigenschaften haben, aber beispielsweise weniger kosten, schneller wachsen oder auch eine geringere Dichte haben und somit leichter sind.

Punkt 4

4. Fazit zum Thema nachhaltige Rohstoffe

Zusammenfassend können wir zu dem Ergebnis kommen, dass Massivholz als Rohstoff derzeit zu den nachhaltigsten Möglichkeiten des Bauens gehört. Ob für den Bau von Möbeln, Dachstühlen oder den Fußboden. Die besondere Fähigkeit der Bäume CO aus der Luft zu nehmen und dieses im eigenen Holz zu speichern ist famos und trägt einen großen Teil dazu bei, dass wir weiter atmen können.

Neben der Herstellung des Holzes ist auch seine Langlebigkeit herausragend. Nicht nur bei Möbeln, sondern auch beim Hausbau hat sich diese allzu oft bewiesen. Wir kennen alle die Bilder von alten Dachstühlen, wo die dicken Holzbalken nahezu perfekt nach mehreren Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten dastehen. So lässt sich in den letzten Jahren in der Baubranche auch ein Umschwung in Richtung Massivholzbau beobachten. Bauherren nutzen den Rohstoff Holz nicht nur beim Bau der Dachstühle, sondern auch für viele weitere Zwecke. Hoffen wir gemeinsam, dass dieser Trend weiter Einzug in unser Leben erhält. Denn bereits unsere Großeltern haben diesen Rohstoff stets genutzt.

Wichtig ist, dass jeder für sich entdeckt und entscheidet, welchen Schritt er in Richtung Nachhaltigkeit gehen möchte. Sicherlich gibt es einige, die andere Rohstoffe zum Bauen bevorzugen oder die Kriterien für Nachhaltigkeit anders setzen.

Wir werden den Trend in der Branche weiterverfolgen und euch auf dem Laufenden halten.

Hast du eine Frage zum Beitrag oder etwas zu ergänzen bzw. zu korrigieren?

Jeder kleine Hinweis/Frage bringt uns weiter und wird in den Text eingearbeitet.

 

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Punkt 5

5. Massivholz FAQ

Was sind die spezifischen Eigenschaften der jeweiligen Holzart?

Ahorn

AhornBrinellhärte in N/mm2, circa-Werte: europäischer A. 27-30, kanadischer A. 35.

Ahorn, Berg-, Feld- und Spitzahorn

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): Bergahorn: 0,56, Spitzahorn: 0,59, Feldahorn: 0,68

Erscheinung: Alle Splintholzbäume, Bergahorn: Holz weiß bis gelblich, später nachdunkelnd, vereinzelnd dunkle Streifen und Flecken.
Spitzahorn dem Bergahorn sehr ähnlich, etwas dunkler, Feldahorn rötlichweiß bis hellbraun.

Eigenschaften: Bergahorn mäßig schwer, aber gleichmäßig dicht und fest, ziemlich elastisch, gut biegsam, gutes Stehvermögen. Spitz- und Feldahorn etwas schwerer, aber weniger biegsam und grobfaseriger.

Verwendung: Möbel, Furniere, Küchengeräte, Parkett/Diele, Musikinstrumente, Arbeitsplatten in der Küche.

Besonderheiten: Nicht witterungsbeständig, anfällig gegen Pilz-und Insektenbefall, Holz ist sehr gut zu bearbeiten, zu beizen und zu polieren.

 

 

Eiche

Eiche

Eiche ( Stiel-oder Sommereiche, Trauben-oder Wintereiche)

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 34-41

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,63

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint gelblichweiß, schmal und unbrauchbar, Kern gelblichbraun bis rötlichbraun. Im Radialschnitt sind die Markstrahlen als große Spiegel sichtbar.

Eigenschaften: hart, sehr fest, elastisch, schwindet wenig, sehr gutes Stehvermögen.

Verwendung: Innen- und Außenarbeiten, Möbel, Parkett/Diele, Brücken- und Wasserbau.

Besonderheiten: Kernholz sehr dauerhaft, beständig gegen Pilz-und Insektenbefall, sehr gerbstoffhaltig, Holz verfärbt sich nach Berührung mit Eisen. Gut zu bearbeiten, gute Öberflächenbehandlung.

 

Buche (Rotbuche)

Buche

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 32-34

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,66

ErscheinungReifholzbaum, gelblichrot bis rötlichbraun, Markstrahlen gut sichtbar, im Radialschnitt als Spiegel, im Sehnenschnitt als feine Striche.

Eigenschaften: schwindet, reißt und arbeitet sehr stark, schwer, mittelhart, wenig elastisch, läßt sich gedämpft gut biegen.

Verwendung: Sitzmöbel, Treppen, Parkett/Diele, Sperrholz, Drechslerarbeiten, Maschinenbau, Küchenarbeitsplatten.

Besonderheiten: nicht witterungsfest, anfällig gegen Pilz- und Insektenbefall, läßt sich gut beizen und polieren.

 

parkett stoeckelschuh 51 564

Brinellhärte

Mit dem so genannten Brinell-Verfahren wird die Härte eines Holzes bestimmt. Zu diesem Zweck wird eine 10 mm dicke Stahlkugel mit 500 N - das entspricht der Gewichtskraft von 50 kg - 15 Sekunden lang in das Holz gedrückt und 30 Sekunden festgehalten. Aus der Fläche des Eindrucks und der Druckkraft errechnet man mithilfe einer speziellen Formel die Brinellhärte. Ein höherer Wert entspricht einer höheren Härte.

Gemessen wird meist quer bzw. senkrecht zur Holzfaser, da die Parkettstäbe auch so verbaut werden. Bei Holzpflaster und Hirnholzboden werden die Klötze "stehend" verbaut. Die Druckfestigkeit in Faserrichtung ist höher als die Brinellhärte quer zur Faserrichtung.

Harthölzer weisen, wie der Name leicht andeutet, eine höhere Härte auf als weiche Nadelhölzer.

 

Esche

EscheBrinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 37-42

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,69

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint breit und gelblichweiß, Kern erst bei älteren Bäumen sichtbar bräunlich abgesetzt, Faserverlauf oft wellig.

Eigenschaften: hart, schwer, zäh und biegsam, gute Stehvermögen, schwindet wenig.

Verwendung: Feines Möbel- und Furnierholz, Sportgeräte, Werkzeuge, Drechsler- und Bildhauerarbeiten.

Besonderheiten: gering witterungsfest, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, läßt sich gut bearbeiten und oberflächenbehandeln.

 

Kirsche

Kirsche

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: europäisch 29-31, amerikanisch (Black Cherry) 25

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,60

Erscheinung: Kernholzbaum, Splint rötlichweiß, Kern dunkler, oft grünstichig, stark nachdunkelnd, Jahresringe und Markstrahlen deutlich sichtbar. 

Eigenschaften: mäßig hart, mittelschwer, gutes Stehvermögen, schwindet wenig, elastisch, feinfaserig.

Verwendung: Möbelholz, Parkett, Furniere, Musikinstrumente.

Besonderheiten: wenig witterungsbeständig, anfällig gegen Pilz-und Insektenbefall, sehr gut zu bearbeiten, zu beizen und zu oberflächenbehanden.

 

Birke

BirkeBrinellhärte in N/mm2, circa-Wert: europäisch 22-27,  kanadisch (Yellow Birch) 34

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,62

Erscheinung: Splintholzbaum, Farbe gelblich bis rötlichweiß, Jahresringe sehr fein und schwer zu erkennen, im Längsschnitt unregelmäßiger, geflammter Faserverlauf, auffällige "Spiegel ".

Eigenschaften: mäßig schwer, relativ hart, zäh und ziemlich elastisch, gutes Stehvermögen, schwindet relativ wenig.

Verwendung: Möbel, Furniere, Tische und Stühle, Parkett/Diele, Drechsler- und Schnitzarbeiten.

Besonderheiten: nicht witterungsbeständig, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, sehr gut zu beizen und gute Oberflächenbehandlung möglich.

 

Kiefer

Kiefer

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 19-20

Rohdichte (in g/cm³ bei 15 % Holzfeuchte): 0,52

Erscheinung:  Kernholzbaum, Splint gelblichweiß, Kern ist dunkler und dunkelt stark nach. Spätholz gegen Frühholz deutlich abgegrenzt. Kleine Harzgänge erscheinen im Längsschnitt als feine Streifen.

Eigenschaften: mäßig hart, elastisch und sehr fest, mäßig leicht, gutes Stehvermögen, schwindet sehr wenig.

Verwendung:  Tischler- und Bautischlerarbeiten, Möbelholz, Fußböden, Sperrholz, Furniere.

Besonderheiten: Muß vor dem Beizen entharzt werden. Splintholz nicht beständig gegen Pilz-und Insektenbefall.Der Kern ist wesentlich beständiger.

 

Fichte

Fichte

Brinellhärte in N/mm2, circa-Wert: 12-15

Rohdichte (in g/cm³ bei 15% Holzfeuchte): 0,47

Erscheinung: Holz gelblichweiß bis bräunlich. Reifholzbaum, Kern unterscheidet sich farblich nicht vom Splint, ist jedoch glänzender. Wenige Harzgänge, die jedoch sehr harzreich sind.

Eigenschaften: mäßig leicht, weich bis mittelhart, elastisch und fest, arbeitet wenig, leicht zu bearbeiten, gut zu beizen, zu verleimen und zu imprägnieren.

Verwendung:  Tischler- und Bautischlerarbeiten, langsam gewachsenes Holz wird als Resonanzböden von Klavieren und Decken von Geigen benutzt, Industrieholz, z. B. für Kisten.

Besonderheiten: das Holz ist bedingt witterungsbeständig, nicht beständig gegen Pilz- und Insektenbefall, Astquerschnitte in der Regel oval, vorhandene Harzgallen müssen ausgebohrt werden.

 

Welchem Siegel darf ich trauen?

Holz-Zertifikate

  • FSC-Siegel
    Das FSC-Siegel ist das nachhaltigste und strengste Siegel für die Waldwirtschaft, das es zurzeit gibt.
  • PEFC 
    Zertifizierungssystem für nachhaltige Waldbewirtschaftung, entstanden aus einer Initiative der Holzwirtschaft. Nicht ganz so streng wie FSC.
  • Naturland
    Holzsiegel vergleichbar mit FSC für heimische Hölzer.
  • „Aus staatlichlich kontrollierter Forstwirtschaft“
    Fragwürdige Siegelqualität.
  • „Reines Plantagenholz“
    Plantagen werden auch oft dort angelegt, wo früher Urwälder standen. Fragwürdiges Siegel.

Wie schütze ich mein Massivholz am besten vor Witterung und Abnutzung?

Holzschutz mit Öl, Lasur oder Lack

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur

  • Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
  • Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
  • Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
  • Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
  • Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
  • Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
  • Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
  • Beide sind in bestimmtem Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.

Holzlasur: spezielle Eigenschaften

  • Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
  • Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
  • Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
  • Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.

Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht für einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.

Holzöl: spezielle Eigenschaften

  • Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
  • Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
  • Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
  • Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
  • Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
  • Gut geeignet auch für Holz mit geriffelten Oberflächen.
  • Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
  • Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.

Holzschutz mit Lack

  • Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
  • Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
  • Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
  • Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
  • Meist nicht für Fußböden oder Terrassendielen ausgelegt, die mechanische Beanspruchung würde den Lack schnell abtragen.

Welchen Lack soll ich wählen?

  • Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke.
  • Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm.
  • Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.

Zudem musst du dich für einen Lack auf Öl-, Lösemittel- oder Wasserbasis entscheiden:

  • Lacke auf Ölbasis werden heute selten verwendet. Sie sind zwar leicht aufzutragen, aber sehr geruchsintensiv und brauchen zum Aushärten oft Wochen. Zwei bis drei Farbschichten reichen für eine Lackierung aus.
  • Lacke auf Wasserbasis trocknen schneller und riechen weniger. Besonders bei Weichhölzern heben diese Lacke in Form von Klarlack zudem die Maserung des Holzes hervor.
  • Lacke auf Lösungsmittelbasis trocknen sehr schnell und werden gerne dort verwendet, wo eine schnelle und haltbare Aushärtung erforderlich ist. Diese Lacke haften in der Regel besser als wasserbasierte Lacke, sind einfach zu handhaben und liefern gute Ergebnisse. Aber sie enthalten halt die Lösungsmittel ...

Schutz vor Bläuepilz

Fichte oder Tanne sind draußen vom Bläuepilz bedroht. Hiergegen gibt es speziellen Holzschutzgrund.

Umweltfreundlichkeit, Gesundheit

Egal ob Öl, Lack oder Lasur: wir empfehlen, vor allem im privaten Bereich immer nur umweltfreundliche und auf gesundheitliche Unbedenklichkeit getestet Produkte zu verwenden. Achte auf entsprechende Siegel und Testberichte.

Gemeinsame Eigenschaften Holzöl und Holzlasur
 
Schützen das Holz vor Witterungseinflüssen, Sonnenstrahlen (UV-Strahlung) und Feuchtigkeit.
 
Verlängern die Lebensdauer des beanspruchten Holzes.
 
Lasuren und Öle sind beide transparent bzw. halb-transpartent.
 
Beide gibt es in unterschiedlichen Farbtönen.
 
Beide können für Echtholz eingesetzt werden.
 
Beide fördern die optische Hervorhebung der Holzmaserung.
 
Lasur und Öl können ohne großen Aufwand (reinigen und leicht anschleifen reicht aus) neu aufgetragen werden.
 
Beide sind in bestimmten Rahmen offenporig und atmungsaktiv, das heißt feuchtigkeitsregulierend, Feuchtigkeit kann aus dem Holz entweichen.
 
 
Holzlasur: spezielle Eigenschaften
 
Lasuren haben sind in der Regel farbtongebend, aber auch transparent.
 
Lassen das Holz natürlicher und haptischer wirken.
 
Sogenannte Dünnschichtlasuren dringen tief in das Holz ein und schützen so das Holz bis in den Kern. Dünnschichtlasuren werden gerne für Zäune, Sichtschutz, Gartenhäuser, Hochbeete, Carports und Co. genommen.
 
Dickschichtlasuren hingegen bedecken das Holz mit einer lackähnlichen Schicht. Sie können sogar für maßhaltige Bauteile wie Fenster und Türen genommen werden.
 
Wichtig zu wissen: die meisten Holzlasuren sind nicht einen Schutz von Holzböden (Holzfußboden im Haus oder Holzterrasse) geeignet. Für die dortigen Belastungen sind sie nicht konzipiert, denn sie werden eher „weich“ eingestellt, um Bewitterung und Co. zu trotzen. Bei mechanischer Beanspruchung (wie sie beim Fußboden vorkommt) wird die Schutzschicht schnell abgetragen. Nur wenige Holzlasuren sind auch auf mechanische Beanspruchung ausgelegt.
 
 
 
Holzöl: spezielle Eigenschaften
 
Holzöl schützt vor Vergrauung, frischt die Holzfarbe auf und ist lange haltbar.
 
Verleiht dem Holz neuen Glanz, es wird gerne genommen, um verwittertes Holz aufzufrischen.
 
Bildet einen aushärtenden Schutzfilm aus Naturharzen und Pigmenten, der auch trittfest ist.
 
Verhindert effektiv die Aufnahme von Feuchtigkeit durch das Holz.
 
Gut geeignet für Terrassendielen und zum Öl passende Holzmöbel bzw. Gartenmöbel.
 
Gut geeignet auch für geriffelte Oberflächen.
 
Öl-behandelte Holzoberflächen bleiben angenehm glatt.
 
Jede Holzart hat ihre eigenen Ölvorlieben. Die Produktbeschreibung bzw. der Fachberater gibt Auskunft. Letzterer kann auch aus Erfahrung sagen, welches Öl bei der eigenen Holzsorte den gewünschten Farbeffekt hervorruft – hier gibt es zahlreiche Feinheiten und Unterschiede zu beachten.
 
 
 
 
Holzschutz mit Lack
 
Bildet eine Schutzschicht über dem Holz, das vor äußeren Einflüssen und Abnutzung schützt.
 
Lack ist in verschiedenen Farben erhältlich. Diese Buntlacke gibt es auch von seidenmatt bis hochglänzend.
 
Lässt in den meisten Fällen die Holzmaserung unter dem Lack verschwinden (Ausnahme: Klarlack).
 
Lack ist tendenziell aufwendiger zu erneuern, da die Tragschicht darunter intakt sein muss. Im Zweifel muss die alte Lackschicht weitgehend abgeschliffen werden, bevor ein Neuauftrag erfolgen kann.
 
 
Welchen Lack soll ich wählen?
 
Maßhaltige Holzelemente wie Fenster und Türen brauchen einen robusten Schutz. Hier empfehlen sich lösemittelhaltige Kunstharzlacke. 
 
Für tolerantere Holzmöbel werden gerne schnell trocknende, wasserbasierte Acryllacke genommen. Diese Lacke sind lösungsmittelarm und gelten schon als umweltfreundlich. Bei guter Qualität sind sie geruchs- und schadstoffarm. 
 
Darüber hinaus gibt es spezielle, als gesundheitlich unbedenklich ausgewiesene Lacke. Diese kannst du sogar zum Lackieren von Kinderspielzeug nutzen.
 
 
Schutz vor Bläuepilz
 
Fichte oder Tanne sind draußen vom Bläuepilz bedroht. Hiergegen gibt es speziellen Holzschutzgrund.

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